Moscow-born pianist and composer Yelena Eckemoff has been a regular guest on “Musik An Sich” since 2016, and since then I have had the pleasure of exploring a total of eleven of her releases. While her music has traditionally been classified as jazz or chamber jazz, she took a different path last year with a jazz-rock-prog-fusion album titled Scenes From The Dark Ages.

Now the musician presents a new work, “Rosendals Garden”—a double album—and once again breaks away from her earlier stylistic patterns. This recording was made in a trio format, featuring a bassist/cellist and a drummer; she herself plays additional keyboards alongside the piano. While the artist has often collaborated with Scandinavian musicians in the past, this is once again the case here with Svante Henryson and Morgan Ågren, both from Sweden. On the first song, “ABBA Museum,” the trio is joined by Finnish percussionist Olavi Louhivuori.

Well, the title of this new release certainly points toward Sweden. Rosendal’s Garden is the botanical garden at Rosendal Palace in Stockholm. The music is said to have been inspired by Yelena’s travels to Sweden. In the informative booklet, we even find a reproduction of a painting by the artist, bearing the same name as the album title—a 2025 oil painting. Yes, here too we find a close connection between various elements that find their expression in these eleven compositions.

A clear reference emerges immediately from the first song, titled “ABBA Museum.” As we can read, Yelena was quite taken with the band’s music, and this is essentially meant as a tribute. And here it also becomes clear that the music the protagonist was actually known for up until the album “Romance Of The Moon” takes yet another turn following “Scenes From The Dark Ages.” This is no longer the jazz often oriented toward the music of the ECM label, but instead incorporates fusion elements once again.

In this regard, Svante Henryson plays a very important role, especially when he plays the cello, creating unique atmospheres that are highly distinctive to each song. The electric bass playing, in turn, exudes this fusion element and showcases the bassist as a highly accomplished musician; and when the keyboards join in, something emerges that lies beyond the familiar and perhaps even the expected. The title track is particularly open-minded—a suite lasting a good nine minutes that, in the spirit of the aforementioned garden, gives rise to a correspondingly diverse display of blossoms.

And so we once again become part of many little stories, whether it’s about Stockholm’s Old Town (“Gamla Stan”), the “Öresund Bridge,” or the ruins of Älvsborg Fortress, and finally, as the last song, “Gripsholm Castle,” each time we are told onomatopoeic stories that, together with the information in the booklet, photos, and Yelena’s paintings, provide a beautiful complement and allow the attentive listener to participate. In addition to the aforementioned Henryson, drummer and percussionist Morgan Ågren must of course also be mentioned, as his imaginative and sensitive playing contributes to the fact that this trio performs together, collectively so to speak, without the protagonist taking center stage—yes, this is a very tightly orchestrated collaborative production!

Dense, clearly defined structures simultaneously leave room for the band’s creative expression, with imaginative flair. Calm, strength, playfulness, melancholy—indeed, a whole range of emotions—emerge from the contrasting impressions, which are very aptly tailored to each theme, making them deeply relatable. And so, just as on previous productions, one gets the feeling that stories are being told, in which the protagonist lets us share, and thus a kind of dialogue develops.
And it’s lovely when you open the case containing the two CDs—Yelena Eckemoff beams out at us, holding a colorful bouquet of flowers, flowers she may have just picked in Rosendal’s Garden!

Original German:

Die aus Moskau stammende Pianistin und Komponistin Yelena Eckemoff ist seit 2016 bereits Stammgästin bei Musik An Sich, und ich hatte das Vergnügen, mit seitdem mit insgesamt elf ihrer Veröffentlichungen zu beschäftigen. War ihre Musik genretechnisch stets unter Jazz oder Chamber Jazz einzuordnen, beschritt sie im letzten Jahr einen anderen Weg mit einer Produktion aus dem Bereich Jazz-Rock-Prog-Fusion mit dem Album Scenes From The Dark Ages.

Nun legt die Musikerin mit Rosendals Garden ein neues Werk vor, gleich im Doppelpack, und löst sich auch hier von den früher gängigen Mustern. Diese Einspielung erfolgte nun im Trioformat, mit einem Bassisten/Cellisten und einem Schlagzeuger, selbst spielt sie neben dem Piano weitere Keyboards. Arbeitete die Protagonistin bereits früher oft mit skandinavischen Musikern zusammen, so ist das auch hier wieder der Fall mit Svante Henryson und Morgan Ågren, beide aus Schweden. Beim ersten Song, „ABBA Museum“, werden die Drei noch vom finnischen Perkussionisten Olavi Louhivuori unterstützt.

Nun, der Titel dieser neuen Veröffentlichung weist ja auch in Richtung Schweden. Rosendals Garden, das ist der botanische Garten beim Schloss Rosendal in Stockholm. So soll die Musik von Yelena’s Reisen nach Schweden inspiriert worden sein. Im informativen Booklet finden wir gar eine Abbildung eines Gemäldes der Künstlerin, gleichen Namens wie der Albumtitel, ein Gemälde aus 2025, das in Öl gemalt wurde. Ja, so finden wir auch hier wieder eine enge Verbindung verschiedener Elemente, die als Ergebnis ihren Ausdruck in diesen elf Kompositionen finden.

Ein klarer Bezug ergibt sich sogleich aus dem ersten Song mit dem Titel „ABBA Museum“. Wie nachzulesen ist, war Yelena recht angetan von der Musik der Band und das ist quasi als Hommage zu verstehen. Und hier zeigt sich dann auch, dass die von der Protagonistin eigentlich gewohnte Musik bis zum Album „Romance Of The Moon“ nach „Scenes From The Dark Ages“ erneut eine andere Richtung einschlägt. Das ist nicht mehr jener sich oft an Musik des Labels ECM orientierender Jazz, sondern bezieht wiederum Fusion-Elemente ein.

Hierbei kommt Svante Henryson dieses Erachtens eine sehr wichtige Stellung zu, besonders dann, wenn er Cello spielt, und dann besondere Stimmungen erzeugt, die sehr prägend sind für die jeweils betreffenden Songs. Das Spiel mit dem E-Bass wiederum strahlt dieses Fusion-Element aus, und zeigt den Bassisten als sehr versierten Musiker, und wenn sich dann die Keyboards dazu gesellen, dann ensteht etwas außerhalb der bekannten und vielleicht auch erwarteten Musik. Sehr aufgeschlossen ist der Titelsong, eine gut neunminütige Suite, die im Sinne des genannten Gartens eine entsprechend unterschiedliche Blütenpracht entstehen lässt.

Und so werden wir erneut Teilhaber vieler kleiner Geschichten, ob es sich um die Altstadt Stockholms handelt („Gamla Stan“), ob die „Öresund Bridge“ vorgestellt wird, oder die Ruinen der Festung Älvsborg, und schließlich als letzter Song das „Gripsholm Castle“, jedes Mal bekommen wir lautmalerisch Geschichten erzählt, die in Einheit mit den Angaben im Booklet, Fotos und auch Gemälden von Yelena, eine sehr schöne Abrundung ergeben und die geneigte Hörerschaft daran teilnehmen läßt. Neben dem bereits erwähnten Henryson darf natürlich auch Drummer und Perkussionist Morgan Ågren nicht unerwähnt bleiben, trägt er mit seinem fantasievollen und einfühlsamen Spiel doch dazu bei, dass dieses Trio gemeinsam gestaltet, sozusagen kollektiv, ohne dass sich die Protagonistin in den Vordergrund stellen würde, ja, das ist eine sehr dicht inszenierte Gemeinschaftsproduktion!

Dichte, und klar definierte Strukturen geben gleichzeitig Raum für kreative Gestaltung der Band, mit fantasievollem Ausdruck. Ruhe, Kraft, Verspieltheit, Melancholie, gar so manches Gefühl entsteht durch die entgegengebrachten Eindrücke, die sehr treffend ausgeprägt sind auf die jeweilige Thematik bezogen, ja, sehr nachvollziehbar. Und so hat man wie auch auf vorgegangenen Produktion das Gefühl, dass Geschichten erzählt werden, an denen uns die Protagonistin teilhaben lässt, und sich somit eine Art Dialog entwickelt.
Und schön, wenn man die Verpackung mit den beiden CDs aufklappt, dann strahlt uns Yelena Eckemoffentgegen, mit einem bunten Sträußchen von Blumen in der Hand, Blumen, die sie vielleicht gerade in Rosendals Garden gepflückt hat!